Eisringe, leuchtende Wellen und Regen, der den Boden nicht erreicht: zehn Himmelsbilder und die Physik hinter ihrer Schönheit.
Die Redaktion hat diese Illustrationen mit KI erstellt. Es sind erklärende Bilder, keine Fotos bestimmter Exemplare, Häuser oder Ereignisse. Jede Karte enthält eine geprüfte Information und eine Quelle.
1. Linsenwolken

Luftwellen über Bergen
Über dem Grat scheint ein Stapel glatter Teller zu stehen. Die Wolke kann ihre Form behalten, während Luft durch sie strömt. Ihre runden Schichten kontrastieren auf unserem Bild mit den scharfen Felsen.
Geprüfte Information. Solche Wolken können in stehenden Wellen hinter Bergen entstehen, wenn aufsteigende Luft abkühlt und Wasserdampf kondensiert.
Quelle: Quelle — Linsenwolken
2. Leuchtende Nachtwolken

Hohes Eis in der Dämmerung
Am Boden wird es dunkel, doch feine blaue Wellen leuchten noch. Die Wolke erzeugt kein eigenes Licht: Die hohe Schicht erhält weiterhin Sonnenlicht. Unser dunkler Horizont macht das silbrige Muster sichtbar.
Geprüfte Information. Leuchtende Nachtwolken enthalten Eiskristalle in etwa 83 Kilometern Höhe und können nach dem örtlichen Sonnenuntergang noch beleuchtet sein.
Quelle: Quelle — Leuchtende Nachtwolken
3. Mammatuswolken

Runde Taschen unter einer Wolke
Die Wolkenunterseite wirkt wie eine weiche Landschaft. Runde Taschen hängen nebeneinander, das Licht betont ihre Tiefe. Das Bild ist dramatisch, doch ein Muster allein erlaubt keine zuverlässige Vorhersage gefährlicher Ereignisse.
Geprüfte Information. Mammatus sind runde Ausbuchtungen an Wolkenunterseiten, oft unter Gewitterambossen; sie bedeuten keinen unausweichlichen Tornado.
Quelle: Quelle — Mammatuswolken
4. Ein Sonnenhalo

Ein Ring in Eiswolken
Ein heller Kreis rahmt die Sonne. Auf unserem Bild trägt er einen zarten rötlichen Innenrand. Der Ring gehört nicht zur Sonne: Teilchen zwischen ihr und dem Beobachter erzeugen ihn.
Geprüfte Information. Ein häufiges Halo mit etwa 22° Radius entsteht durch Brechung des Sonnenlichts in atmosphärischen Eiskristallen.
Quelle: Quelle — Ein Sonnenhalo
5. Nebensonnen

Helle Flecken neben der Sonne
Die tiefe Sonne bekommt zwei helle Begleiter. Sie liegen ungefähr auf ihrer Höhe und können farbige Ränder tragen. Unser Bild hält diese waagerechte Beziehung ein, statt die Flecken beliebig zu verteilen.
Geprüfte Information. Nebensonnen entstehen durch Brechung in ausgerichteten plättchenförmigen Eiskristallen und erscheinen oft beidseits der Sonne.
Quelle: Quelle — Nebensonnen
6. Eine Sonnensäule

Eine senkrechte Lichtspur
Über dem kalten Horizont steigt ein schmaler Lichtstreifen auf. Er erinnert an einen Scheinwerfer, doch dort steht keiner. Die ruhige Winterlandschaft zeigt eine Säule, deren Erscheinung vom Blick des Beobachters abhängt.
Geprüfte Information. Lichtsäulen entstehen durch Reflexion an flachen Eiskristallflächen, nicht durch einen echten senkrechten Lichtstrahl in der Luft.
Quelle: Quelle — Eine Sonnensäule
7. Irisierende Wolken

Pastellränder dünner Wolken
Rosa, grüne und blaue Töne liegen wie zartes Perlmutt am dünnen Wolkenrand. Unsere Farben bleiben sanft statt einer geschlossenen Neonregenbogenfläche. Die Sonne selbst bleibt außerhalb des Bildes.
Geprüfte Information. Wolkenirisieren hängt mit Lichtbeugung an kleinen, ähnlich großen Wassertröpfchen oder Eiskristallen zusammen.
Quelle: Quelle — Irisierende Wolken
8. Virga

Regen, der den Boden nicht erreicht
Niederschlagsstreifen ziehen aus der Wolke und verschwinden vor dem Boden. Sie bilden einen unregelmäßigen Vorhang in der Luft. Unten bleibt unsere Landschaft trocken: Der Regen endete unterwegs.
Geprüfte Information. Virga sind sichtbare Niederschlagsstreifen, die vor Erreichen der Oberfläche verdunsten oder sublimieren.
Quelle: Quelle — Virga
9. Polarlicht

Licht der oberen Atmosphäre
Grüne Falten hängen wie ein großer durchscheinender Vorhang über dem See. Anders als beim Sonnenhalo strahlt die Atmosphäre hier selbst Licht aus. Das Wasser spiegelt das Muster, das Polarlicht liegt weit darüber.
Geprüfte Information. Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Teilchen mit Gasen der oberen Atmosphäre wechselwirken; das Erdmagnetfeld beeinflusst ihre Bewegung.
Quelle: Quelle — Polarlicht
10. Ein doppelter Regenbogen

Zwei Farbreihenfolgen
Der zweite Bogen ist schwächer und liegt außerhalb des ersten. Seine Farbreihenfolge ist umgekehrt. Zwischen den Bögen ist der Himmel dunkler: Diese Einzelheit lässt unser Bild das Phänomen erklären statt nur schmücken.
Geprüfte Information. Beim sekundären Regenbogen wird Licht zweimal im Tropfen reflektiert; dadurch kehrt sich die Farbreihenfolge gegenüber dem Hauptbogen um.